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Are you married?

Ich bin mir immer noch nicht sicher, was die Sri Lanker unfassbarerer fanden – dass ich alleine reiste oder dass ich in meinem Alter noch nicht verheiratet bin. Beides trug jedenfalls zu großen Augen bei, wobei das eine ja das andere mehr oder weniger bedingt. Sie fragten mich dann so lange nach dem Warum, bis mir echt nichts mehr einfiel und sie aufgeben mussten.

Baumfrucht Wita - mag ja lecker sein und den Atem erfrischen - aber die orangenen Zähne vertreiben garantiert jede (westliche) Frau.
Baumfrucht Wita – mag ja lecker sein und den Atem erfrischen – aber die orangenen Zähne vertreiben garantiert jede (westliche) Frau.

Hier ein universelles Beispiel für eine der Tausenden Unterhaltungen, die ich so oder in kleinen Abwandlungen in Sri Lanka führte. Ihr müsst Euch vorstellen, dass die Sri Lanker nach jeder Frage mit dem Kopf hin und her wackeln, um zu signalisieren, dass sie aufmerksam zuhören. Die Männer kauen dabei gerne Wita, die Frucht eines Baums namens Puwak (ähnlich einer Palme). Diese wirkt übrigens wie Kaugummi, da sie den Mund sehr erfrischt. Ich hoffe, die Erfrischung ist atemberaubend, denn die Zähne sehen davon grässlich orangefarben aus (ich musste mich immer zwingen, nicht darauf zu starren, wenn ich mit ihnen redete).

 

Warum reist du alleine?
Weil keiner mit nach Sri Lanka wollte.
Warum?
Weil sie entweder nicht nach Asien möchten oder andere Pläne haben.
Warum reist du dann nicht mit deinem Mann?
Weil ich nicht verheiratet bin.
Warum?
Weil es sich noch nicht ergeben hat.
Warum?
Weil es eben so ist.
Warum sucht deine Familie keinen für dich?
Weil man das in Deutschland nicht so macht.
Warum?
Weil man da auch alleine wohnen kann, ohne dass andere denken, man wäre schwer vermittelbar.
Warum?
&$%=&”% (ich blieb dabei höflich) weiterlesen

Milchreis

Nicht nur Volleyball, auch Kricket stand auf dem Programm. Dieses Spiel verwechsle ich gerne mal mit Baseball.
Nicht nur Volleyball, auch Kricket stand auf dem Programm. Dieses Spiel verwechsle ich gerne mal mit Baseball.

Zur Feier des ersten Tages als waschechter Gast in der Familie wurde zum Frühstück das Festessen Milchreis gereicht. Darauf freute ich mich wie Bolle (meine Blitzrecherche ergibt, dass Bolle einen “unentwegt amüsierfreudigen Mann aus dem (Berliner) Volk” meint, der Vergleich hinkt daher wohl etwas).

Eigentlich hätte ich es wissen müssen, aber manchmal bin ich ein bisschen naiv: Der Milchreis bestand aus Reis und Kokosnussmilch (superlecker); dazu gab es eine Paste aus Chili, rohen Zwiebeln und Salz. Auf nüchternen Magen. Ich fand die Geste natürlich so liebenswert, dass ich mir nichts anmerken ließ und mir tapfer den Bauch vollschlug. Dabei achtete ich auf einen hohen Reisanteil.

Danach wollte Bimsaraní Volleyball spielen. In der Hitze. In der Sri Lankischen Kleidungsmontur, die es Frauen nicht erlaubt, Schultern und Knie zu zeigen. Zusammen mit den Horden an Moskitos, die auf mich einfielen, könnt Ihr Euch meinen Zustand vorstellen. Ich schwitzte wie sonst was, alles juckte, das Chili brannte in meinem Magen und die körperliche Anstrengung sorgte mit allem anderen dafür, dass sich simples Volleyballspielen wie ein asiatisches Abenteuer anfühlte. Es hat irgendwo sogar Spaß gemacht.

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Newsletter: 3 in 1 oder was Ihr wollt

Liebe Travelers on the Art side,wenn, dann auch richtig: Ich habe beschlossen, die Segnungen von Technik und neuen Kommunikationsmitteln voll in Anspruch zu nehmen.

Mit diesem erhaltet Ihr somit den letzten Newsletter 3 in 1 – denn ab sofort könnt Ihr *tadaaaa* entsprechend Eurer Vorlieben Nachrichten von mir erhalten. Vorausgesetzt, Ihr stellt sie anhand des Links am Ende dieser E-Mail ein. Wählet am besten jedoch alle drei der mitreißenden Kategorien. Zurzeit sähe der jeweilige Inhalt wie folgt aus:

Aktualitäten

Ich bin seit Kurzem bei Facebook, diesem exorbitanten Missbraucher unserer Daten, aber eben auch weitreichenden und vor allem internationalen Netzwerk. Ich freue mich ganz gewaltig über Eure Klicks auf “Like” bzw. “Gefällt mir”. Noch mehr wünsche ich mir natürlich rege Interaktion Eurerseits!
Meine Einführungsrede beim BBK ist übrigens ein voller Erfolg gewesen und hat mir direkt drei neue Aufträge eingebracht. Die Rheinische Post und der Kunstblog kunstgeflüster berichteten. Die gebündelten Impressionen findet Ihr hier.

Die Welt ist Ernst

Da meine Website nun soweit steht, kann ich meine Zeit wieder den erzählerischen Gefilden widmen – und mein Blog über Sri Lanka weiter schreiben. weiterlesen