Besuch auf Exoplaneten – mit dem NASA Travel Bureau

3. Mai 2021
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„Take a trip outside our solar system“, lockt mich die NASA. Da lasse ich mich nicht lange bitten!

Schließlich ist ein Vorteil des virtuellen Reisens, dass ich so an Orte gerade, die ich nie besuchen könnte.

Aber so schnell die Begeisterung da ist: Sie verfliegt schneller. Vielleicht liegt es daran, dass ich keine Ahnung von Astronomie habe. Aber ich bezweifle es.

 

Verwirrt auf Exoplanet Trappist-1d

Trotzdem gebe ich dem Ganzen eine Chance. Nach einigen Minuten der Verwirrung in einer Visualisierung von Trappist-1d geht mir ein Licht auf. Ich befinde mich auf einem Exoplaneten. Das ist, verrät mir Wikipedia, ein Planet außerhalb unseres Sonnensystems, der aber unter gravitativem Einfluss eines anderen Sterns steht.

 

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Wo bin ich? In der Ferne amüsieren sich die anderen Trappists bestimmt über mich. Quelle (Exoplanet Travel Bureau)

Noch gibt es keine Bilder von ihm, daher hat ein Künstler die Welt des Planeten visualisiert.

Ich klicke auf unterschiedliche Bereiche und erfahre:

  • 4,04 Erdentage sind für Trappist-1d ein Jahr.
  • Es gibt dort vielleicht Wasser.
  • Seine Sonne ist ein „ultra-cool dwarf“ (lustige Bezeichnung), also ein sehr kalter Zwergstern.
  • Es könnte sich auch Wasser auf Planeten befinden, die seiner Sonne sehr nahe sind. Bei unserer hätte das Element keine Chance.

Faszinierend alles. Aber ich vermisse eine Karte, auf der ich mich ein bisschen orientieren kann. Wo befinde ich mich, im Verhältnis zu unserem Sonnensystem?

Am Horizont sehe ich weitere Trappists, zum Beispiel den 1e, 1f, 1g und 1h.

 

Exoplaneten-Hopping mit geringem Informationsgehalt

Ich bin nicht 100 Prozent begeistert, aber trotzdem ein bisschen angefixt. Schnell hüpfe ich über die Leiste rüber auf den Mond Kepler-16b.

Dort erfahre ich, dass es in diesem Sonnensystem zwei Sonnen gibt. Deshalb haben die Objekte auch zwei Schatten.

 

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Nix für Menschen, die Angst vor Schatten haben: Kepler-16b. Quelle (Exoplanet Travel Bureau)

Auf Kepler-186f lerne ich, dass dessen Stern „red dwarf“ heißt und das Licht auf dem Planeten roter ausfällt als auf der Erde.

Manche Zielen kann ich nicht ansteuern, mir aber dafür ein Poster oder eine Vorlage zum Ausmalen runterladen. Seltsames Konzept.

Ich kann auch mal auf packendes Storytelling verzichten. Aber etwas Koordinierteres wie einen roten Faden hätte ich von der NASA schon erwartet.

Fazit: Coole Idee, aber ausbaufähig.

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