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Über mich

Als ich 20 Jahre alt war, hatte ich bereits in fünf Ländern gelebt. Dadurch habe ich früh verinnerlicht, wie wichtig es ist, mich der Welt zu öffnen und zu versuchen, sie zu begreifen. Offenheit und Neugier sind für mich überlebenswichtige Strategien gewesen, um nicht in fremden Ländern unterzugehen, sondern am dortigen Leben aktiv teilnehmen zu können. Schließlich haben sie mich jedoch auch zu meiner Berufung geführt: dem Schreiben.

Nach dem Studium wusste ich mit meinen vielseitigen Interessen für andere Kulturen und Länder, Kunst, Literatur und Tanz nicht wohin. Am liebsten hätte ich mich allem auf einmal gewidmet! Außerdem war mir wichtig herausfinden, welchen Sinn ich meiner Arbeit geben wollte. Deshalb unternahm ich erst einmal eine Weltreise und schrieb dabei einen Reiseblog. Ich merkte, dass diese Form der Reflexion mir nicht nur half, meinen Weg zu finden, sondern auch andere unterhielt und sogar inspirierte.

Wieder in Deutschland machte ich Nägel mit Köpfen, gründete zusammen mit meinem damaligen Chef INDEX – Das Düsseldorfer Kunstmagazin und arbeitete nebenher als freie Journalistin.

Im September 2015 habe ich mich zu 100% selbstständig gemacht.

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Bisheriger Lebensweg im Telegrammstil

  • Geboren in Togo,
  • aufgewachsen in Panama, Spanien und Deutschland,
  • Freiwilligendienst als Tänzerin und Ballettlehrerin in Bangkok,
  • Magisterstudium der Vergleichenden Literaturwissenschaft, Spanischen und Französischen Philologie in Bonn und Paris.
  • 2010 bis 2014 Chefredakteurin des Düsseldorfer Kunstmagazins INDEX (2010-2012 Volontariat), 2012 bis 2015 Lektorin des Maxlin Verlag für Kunst und Wissenschaft.
  • Weitere Arbeitgeber waren u.a. der Fernsehsender PHOENIX, das Sprachlernzentrum der Universität Bonn, die Oper Bonn und Deutsche Post DHL.
  • Seit 2015 freiberuflich tätig als weltreisende Kunstkritikerin, Autorin und Schreibmentorin.

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Auch bekannt aus dem Frauenmagazin emotion

Das Frauenmagazin emotion hat mich interviewt, und zwar für den Artikel „Die Kraft der Sanftmut“, der wie folgt angeteasert wird:

„Immer mehr beruflich erfolgreiche Frauen bekennen sich zu ihrer Spiritualität – und ziehen daraus viel Kraft.“

Ich habe sie mit meinen Erfahrungen in buddhistischen Schweigeretreats für mich gewinnen können. Hier sind übrigens Teil 1, Teil 2 und Teil 3 des Berichtes meines ersten Ausflugs in 10 Tage Stille.

INDEX verabschiedet sich

Das Ende des Jahres 2014 bedeutet auch ein Ende ganz anderer Art: Nach vier Jahren INDEX – Das Düsseldorfer Kunstmagazin haben wir uns entschieden, dass die Zeit für Neues gekommen ist. Die „schwarze“ Ausgabe 20, die bis zum 31. Dezember aktuell sein wird, ist somit die Letzte von 19 weiteren Ausgaben.

Mir ist, um eine etwas altmodische Ausdrucksweise zu bemühen, melancholisch ums Herz, denn INDEX war mein Baby, das ich nun loslassen muss. Mit jeder Ausgabe sind wir beide innerlich-inhaltlich gewachsen. Wir haben entdeckt, beleuchtet, weitergegeben – authentische, kritische, leidenschaftliche Einblicke und Einsichten in die bildende Kunst und die Mechanismen des Kunstmarktes.
Ein Magazin zu gründen ist etwas anderes als es, ohne sich zu verbiegen, zu etablieren. Beides hat geklappt. Das war schön und es macht mich stolz. Nun klappt was Neues :) Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich und meine Arbeit in welcher Weise auch immer unterstützt haben. Danke an alle, die meine Texte gelesen haben. Ohne Euch geht es nicht! Deshalb meine (hoffentlich nur rhetorische) Frage:

Seid Ihr weiter dabei?

Lasst Euch entspannt überraschen! (Sollte das anatomisch möglich sein.) Als Abonnenten meines Newsletters werdet Ihr wie gehabt aus erster Hand informiert. Meine Fingerspitzen kribbeln, denn ich habe für 2015 zwei große Ideen. Ich verspreche, es bleibt Ankisch.

Farbe selbstständig

Martial Raysse: "France Bleu", 1963, Siebdruck, 30,4 x 20,4 cm, Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Stiftung Sammlung Kemp, ©Martial Raysse / VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Foto Heinz Vontin
Martial Raysse: “France Bleu”, 1963, Siebdruck, 30,4 x 20,4 cm, Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Stiftung Sammlung Kemp, ©Martial Raysse / VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Foto Heinz Vontin

Ich bin kein Fan von Kunstwerken, die ausschließlich zwei Quadrate sowie dieselbe Anzahl an Farben enthalten, aber in Kombination mit figurativer Druckgrafik konnten sie mich überzeugen.

Der Kunstsammler Willi Kemp hat seine Sammlung von 1000 Blatt druckgrafischer Werke an das Museum Kunstpalast übergeben, welches aus diesem Anlass bis zum 27. Oktober eine Auswahl an 70 Arbeiten zeigt. Chronologisch beginnend mit Werner Heldts Berliner Häuser von 1949 (übrigens neben Hans Arps Coulisses de forêt von 1955 platziert) liegt der Schwerpunkt der Ausstellung auf den Werken nach dem Zweiten Weltkrieg, als sich die Farbe von der Form löste und quasi selbstständig machte.

Bis zum 4. August kann man den Ausstellungsbesuch perfekt mit der Retrospektive von Konrad Klapheck kombinieren. Hier geht’s zu meinem Porträt über ihn.