Hoi An – mit dem vietnamesischen Tourismusverband

Hoi An hätte mein Backpacker-Herz erfreut: eine kleine Küstenstadt am Südchinesischen Meer, deren Altstadt aus dem 15. bis 19. Jahrhundert zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Oder auch: bunte Häuser, ein Hafen, gemütliche Cafés, vietnamesisches Essen.

Vietnams Süden habe ich während meiner Weltreise bereist, aber aus gesundheitlichen Gründen konnte ich damals nicht länger bleiben. Seitdem steht Vietnam auf meiner Bucket-List. Nach dieser virtuellen Reise ist es sogar um ein paar Plätze nach oben geklettert.

Panoramablicke über das Kulturerbe Vietnams

Der vietnamesische Tourismusverband bietet virtuelle Reisen zu Vietnam’s heritage sites in 360 degrees: Hue, Hoi An, Phong Nha, My Son, Ha long Bay und Ninh Binh. Für Hoi An entscheide ich mich kurzerhand, weil ich Häfen und bunte Gebäude liebe. Außerdem bin ich neugierig aufs UNESCO-Weltkulturerbe.

Es dauert ein bisschen länger, bis die Seite lädt. Dann endlich: Ich starte mit einem 360°-Überblick. Die Kamera dreht sich recht schnell und ich muss mich beeilen, um in die Stadt reinzoomen. Geräusche begleiten meinen Aufenthalt.

Im „Tan Ky House“ erfahre ich, dass es bereits sieben Generationen der gleichnamigen Familie gehegt und gepflegt haben. Es wurde im 18. Jahrhundert erbaut und punktet mit japanischen und chinesischen Architekturelementen und Schriftzügen in Perlmutt. Leider weiß ich nicht so genau, wie Erstere im Vergleich zu vietnamesischen Varianten aussehen. Das bleibt mir die Seite schuldig.

Welchen Sitzplatz würdest Du wählen? Quelle: vietnam.travel/sites/default/files/360Tour/HoiAn/index.htm

Es gibt zwei Formen der Navigation: Pfeile zeigen mir, dass ich mich an einen anderen Ort begeben kann; ein kleines „i“ wiederum, dass ich hier weitere Informationen erhalte. Das macht die virtuelle Reise interaktiver als andere. Doch die Informationen sind sparsam verteilt. Wo zu viel Text das virtuelle Reisen mühsam macht, fehlt es hier an Substanz.

Im Nachtmodus über Hoi An bekomme ich dann doch einen winzigen Hinweis auf japanische und chinesische Einflüsse: Die Laternen von Hoi An sind aus Papier oder Seide gemacht. Und ich erfahre, dass die kunstfertige, 20 Meter lange japanische Brücke ab dem 14. Jahrhundert die japanische mit der chinesischen Community verbunden hat.

Das Vietnamesische werde ich aktiv suchen, wenn ich die abgebrochene Reise von damals nachhole.

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