Petra im heutigen Jordanien – mit Google Maps

Ich weiß nichts über Petra, aber allein das „Rosarot“, mit dem mich der Startbildschirm empfängt, überzeugt mich. (Ja, ich fahre auf Farben ab, zum Beispiel auf Blau.)

Gerade archäologische Stätten eignen sich hervorragend für virtuelle Reisen. Ich erinnere mich, wie ich vor Jahren in brüllender Hitze durch das Griechische Olympia gelaufen bin – und ohne es abwerten zu wollen: Ich konnte nur an das nächste Glas Wasser denken.

Ich klicke auf „Petra erkunden“.

Petra: Eine einmalige antike Hauptstadt

OK, meine Vermutung verpufft bereits im ersten Bild. Ich wäre sehr gerne vor Ort. Zum einen gibt es Schatten, zum anderen ein imposantes Schatzhaus namens „Khazne al-Firaun“, das vor über 2.000 Jahren in Sandstein gemeißelt wurde. Ebenso das Amphitheater, mehrere Tempel, zahlreiche Wohnstätten und an die 800 Gräber.

Ich erfahre, dass das antike Petra die Hauptstadt der Nabatäer war. Zu Hochzeiten lebten hier bis zu 250.000 Wüstennomaden.

Über eine Karte gelange ich zu den einzelnen Stationen, wo mich eine weibliche Stimme mit Wissenswertem empfängt. Pulsierende weiße Punkte zeigen an, dass ein Klick weitere Informationen liefert.

Dank Google Street View kann ich u. a. den Siq entlang „laufen“ – einen Pfad durch die Felsen, der vor Millionen von Jahren durch tektonische Verschiebungen entstanden ist. Schön schattig übrigens.

Ohne einen Tropfen Schweiß zu vergießen, gelange ich zur fünf Kilometer entfernten Vorstadt von Petra. Die hätte ich vermutlich wegen der Hitze ausgespart.

Hier würde ich auch gern mal essen gehen. Quelle: google.com/maps/about/behind-the-scenes/streetview/treks/petra

Hier finde ich kolossale Essbereiche, die in die Wand gehauen wurden, einschließlich Handwaschbecken und Wandmalereien der Nabatäer: Blumen, Vögel und Putten.

Virtuelles Reisen schützt: So verhindern wir, dass Petra verschwindet

Einen weiteren Vorteil hat die virtuelle Reise zur Stätte: Mein Besuch kostet sie keinen Millimeter.

Wenn Menschen Petra besuchen, nutzen sie Treppen und berühren Mauern. Damit tragen sie den Stein Körnchen für Körnchen ab.

Dank des großartig kuratierten Angebots – ein Mix aus Text, Bild, Video und Street View – kann ich Petra besichtigen, ohne Schaden anzurichten.

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