Liebe Mitgereisten …

… die letzten Einträge schreibe ich Euch schon von Bonn aus. Nach einer langen Reise bin ich in der Heimat angekommen und fühle mich ganz komisch. Vor drei Tagen war ich noch auf Koh Panghan in einem Strandbungalow. Vor zwei Tagen bin ich mit Schiff und Bus nach Surat Thani gefahren und habe in einem Hostel dort eingecheckt. Die darauffolgende Nacht über habe ich kaum geschlafen, denn im Bett liegend fiel mir auf, dass ich die Fahrt zum Flughafen sehr knapp bemessen und darauf vertraut habe, dass die Thais mich morgens pünktlich abholen kommen. Ich habe keine Ahnung, wieso ich

Klosterleben 3

Und die Rahmenbedingungen des Retreats? Die folgende kleine Anekdote beschreibt sie ziemlich treffend. Um zum Kloster zu kommen, musste ich durch die Mittagshitze erst an der Küste entlang, dann den Berg hochwandern. Als ich mir in einer kleinen Bar Wasser kaufte, fragte ich den Barmann, wie weit es noch sei und er meinte, auf der Straße würde ich noch 20 Minuten brauchen. Ich könne aber auch von seinem Garten aus den „Weg“ durch den Dschungel nehmen, dann wären es nur zehn. Faul wie ich bin entschied ich mich für letztere Option. Gut, die Moskitoschwärme und deren Attacken hätte ich mir

Klosterleben 2

Ich habe gelernt, mit meinem Geist umzugehen. Oder sagen wir so: Ich habe Techniken gelernt, mit denen ich meinen Geist trainieren kann. Ihr fragt Euch jetzt, warum das wichtig ist. Schaut Euch die Beispiele im ersten Klostertext an. Ich höre was und sofort spinnt mein Geist Gedanken nach Gedanken nach Gedanken und in der Zwischenzeit lebe ich eigentlich, aber ich kriege es gar nicht mit. Das ist John Lennons Zitat (frei aus meiner Erinnerung) „life is what happens while you’re busy making other plans“ in seiner reinsten Form. Hier die gute Nachricht: (Destruktive) Gedanken sind kontrollierbar. Tja, und jetzt kommen