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Ein Ernst ist auf dem Markt.

Die bildende Künstlerin Anna K. Kleeberg und ich haben uns gegenseitig zu einer Arbeit inspiriert, die das Thema Kopfstand in Wort und Bild aufgreift und transformiert. In dieser außergewöhnlichen künstlerischen Kooperation sind zwei eigenständige, aufeinander Bezug nehmende Arbeiten auf einem Bogen entstanden.

Konkret

Anke-Ernst_Anna-Kathrin-Kleeberg_Art-Unit_Kopfstand_Andrea-Schmitz
Die Künstlerinnen Anna K. Kleeberg und Anke Ernst vor ihrem Werk “Kopfstand”. 2013, Digitaldruck in vier Farben, Gouache, Kreide, 75 x 100 cm, Foto: Andrea Schmitz

Digitaldruck in vier Farben.
Farbauszüge einzeln von Anna K. Kleeberg gefertigt, mit Gouache und Kreide abschließend individuell bearbeitet. Somit ist jedes Exemplar ein Unikat.
Text gesetzt in Garamond. Von Anke Ernst wurde Inhalt und Form dieses Projektes entwickelt.

Papier: 250 Gramm Büttenpapier
Auflage: 9 Stück + 2 e.a.
Format: 75 cm x 100 cm

Vorzugspreis: EUR 450,– ohne Rahmen / EUR 550,– mit Rahmen, jeweils inkl. MwSt.

 

Kontakt

Überzeuge Dich live von unserem Werk in der Galerie Art Unit, Leopoldstr. 52, 40211 Düsseldorf.

Die Galerie bietet auch eine Probehängung, zu Hause oder am Arbeitsplatz, an. Hier kannst Du Kontakt aufnehmen und einen Termin vereinbaren.

Anke-Ernst_Anna-Kathrin-Kleeberg_Art-Unit_Kopfstand_Andrea-Schmitz
P.S. Anna und ich hatten Spaß! Foto: Andrea Schmitz

Mahlzeit

Tja, was erwartet man gemeinhin von einer Kanutour durch Schweden mit unbekannten Menschen, wenn man keine Ahnung hat? Ich halte mich meist getreu ans Motto “nichts”, aber letztendlich hat man ja doch einige Vorurteile irgendwo im tiefen Kämmerlein versteckt. Bei mir war es die Vorstellung, ich würde auf Sportskanonen und Menschen auf dem Esotrip treffen. Unser Bus sah jedoch so aus:

Dalsland_Schweden_© Anke Ernst

Einige Teilnehmer verwechselte ich mit einem Junggesellenabschied. Der Eindruck verstärkte sich, als sie auf der Fähre für jeden drei weitere Paletten Bier kauften. Es sollte sich herausstellen: Es reichte nicht. Zu ihrem Glück hielten wir gelegentlich in einigen Flecken erschlossener Landschaft an, wo sie sich neu eindecken konnten. Das Bier ist in Schweden jedoch sehr teuer und anscheinend nicht so lecker. So entstanden im Laufe der Zeit gruppendynamische Prozesse inklusive Tauschhandel mit “echtem” Bier und Massagen. weiterlesen

Milchreis

Nicht nur Volleyball, auch Kricket stand auf dem Programm. Dieses Spiel verwechsle ich gerne mal mit Baseball.
Nicht nur Volleyball, auch Kricket stand auf dem Programm. Dieses Spiel verwechsle ich gerne mal mit Baseball.

Zur Feier des ersten Tages als waschechter Gast in der Familie wurde zum Frühstück das Festessen Milchreis gereicht. Darauf freute ich mich wie Bolle (meine Blitzrecherche ergibt, dass Bolle einen “unentwegt amüsierfreudigen Mann aus dem (Berliner) Volk” meint, der Vergleich hinkt daher wohl etwas).

Eigentlich hätte ich es wissen müssen, aber manchmal bin ich ein bisschen naiv: Der Milchreis bestand aus Reis und Kokosnussmilch (superlecker); dazu gab es eine Paste aus Chili, rohen Zwiebeln und Salz. Auf nüchternen Magen. Ich fand die Geste natürlich so liebenswert, dass ich mir nichts anmerken ließ und mir tapfer den Bauch vollschlug. Dabei achtete ich auf einen hohen Reisanteil.

Danach wollte Bimsaraní Volleyball spielen. In der Hitze. In der Sri Lankischen Kleidungsmontur, die es Frauen nicht erlaubt, Schultern und Knie zu zeigen. Zusammen mit den Horden an Moskitos, die auf mich einfielen, könnt Ihr Euch meinen Zustand vorstellen. Ich schwitzte wie sonst was, alles juckte, das Chili brannte in meinem Magen und die körperliche Anstrengung sorgte mit allem anderen dafür, dass sich simples Volleyballspielen wie ein asiatisches Abenteuer anfühlte. Es hat irgendwo sogar Spaß gemacht.

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