Navigate / search

Familienleben

Und ich dachte immer, Saris bestehen aus kunstvoll gefalteten Stoffen!

Sadana konnte bei meiner Ankunft ihr Glück kaum fassen und schlug mir im Fünfminutentakt neue Aktivitäten vor. Setzen, das Haus zeigen, essen, Fernsehen, aufstehen, Tee trinken, Volleyballspielen, den Beautysalon ihrer Mutter präsentieren, den Garten ihres Vaters zeigen. Wir haben das alles tatsächlich vor der Dämmerung unter einen Hut bekommen.

Im Garten vermutete ich Rosen bei einem Strauch, an dem Chilis wachsen, und bewunderte die helllila-weißen Auberginen, die Bohnen, die so lang wie mein Arm waren, und die Ingwerpflanze, deren Knolle der Vater vor meinen Augen ausgrub und dann daraus einen hammer Tee machte. Vor der Dämmerung, Bimsaraní hing mittlerweile ununterbrochen an meinem Arm, wurde mir im Beautysalon ein Sari angezogen und professionellst drapiert. Auch wurde ich mit entsprechendem Schmuck behängt. weiterlesen

Einbürgerung

Einbürgerung unter buddhistischen Flaggen.

Meine neue singhalesische Familie ist stolz darauf, von Löwen abzustammen (Sihala = Löwe). Sie sind auch Teil der obersten Kaste, die ursprünglich im Dienste des Königs standen. Obwohl sie einen sehr modernen Eindruck auf mich machen und mich nicht nach meiner Kaste fragen (wie auch), spüre ich, dass sie sich sehr wohl ihres Status bewusst sind.

Aber erst mal wusste ich davon nichts. Während des des buddhistischen Festes, auf dem ich sie zum ersten Mal traf, ging alles von Sadana, der mittleren Schwester aus. weiterlesen

Currys

Exotisches Küchengerät 1: Der Megamörser. Hier für die Paste Chili, Zwiebeln, Salz. Gibt es an Festtagen zum Frühstück mit Kokosmilchreis.

Im Reiseführer steht, dass das Essen in Sri Lanka zu dem schärfsten gehört, was man seinem Gaumen im asiatischen Raum antun kann. Es gab auch schon in Thailand Gerichte, die ich beim besten Willen nicht essen konnte, denn mein Körper hat sich ihnen einfach verweigert. Daher kann ich als Memme unter den Scharfessern nichts Neues über die Küche hier sagen. Zumindest nicht, was den Schärfegrad angeht – ich habe keine Vergleichsmöglichkeiten.

Anders jedoch ist es, und hier erfülle ich den Wunsch einer ganz besonderen Dame, ich nenne sie immer “meinen einzigen Fan”, was die Zusammenstellung und den Geschmack des Essens hier betrifft. Von den köstlichen Früchten muss ich ja nicht reden. Hier gibt es alles, was die exotische Natur zu bieten hat. Von kleinen süßen Bananen über zehn verschiedene Mangosorten, Jackfrüchten, Papayas, Passionsfrüchte, Rambutan. Zum Niederknien. weiterlesen