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Milchreis

Nicht nur Volleyball, auch Kricket stand auf dem Programm. Dieses Spiel verwechsle ich gerne mal mit Baseball.
Nicht nur Volleyball, auch Kricket stand auf dem Programm. Dieses Spiel verwechsle ich gerne mal mit Baseball.

Zur Feier des ersten Tages als waschechter Gast in der Familie wurde zum Frühstück das Festessen Milchreis gereicht. Darauf freute ich mich wie Bolle (meine Blitzrecherche ergibt, dass Bolle einen “unentwegt amüsierfreudigen Mann aus dem (Berliner) Volk” meint, der Vergleich hinkt daher wohl etwas).

Eigentlich hätte ich es wissen müssen, aber manchmal bin ich ein bisschen naiv: Der Milchreis bestand aus Reis und Kokosnussmilch (superlecker); dazu gab es eine Paste aus Chili, rohen Zwiebeln und Salz. Auf nüchternen Magen. Ich fand die Geste natürlich so liebenswert, dass ich mir nichts anmerken ließ und mir tapfer den Bauch vollschlug. Dabei achtete ich auf einen hohen Reisanteil.

Danach wollte Bimsaraní Volleyball spielen. In der Hitze. In der Sri Lankischen Kleidungsmontur, die es Frauen nicht erlaubt, Schultern und Knie zu zeigen. Zusammen mit den Horden an Moskitos, die auf mich einfielen, könnt Ihr Euch meinen Zustand vorstellen. Ich schwitzte wie sonst was, alles juckte, das Chili brannte in meinem Magen und die körperliche Anstrengung sorgte mit allem anderen dafür, dass sich simples Volleyballspielen wie ein asiatisches Abenteuer anfühlte. Es hat irgendwo sogar Spaß gemacht.

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Über die Kuh zur Dusche

Alternative zur Dusche - der Dschungelfluss bietet sich an.
Alternative zur Dusche – der Dschungelfluss bietet sich an.

Es hat etwas gedauert, denn so eine tolle Website wie die meine baut sich nicht von allein auf. Aber jetzt ist sie da und somit auch die Zeit und vor allem die Plattform, weiter vom wunderschönen Sri Lanka zu berichten! Hier waren wir stehen geblieben – und weiter geht’s…

Die Sri Lankische Ausflugsversion: Schwimmen im Dschungelfluss. Zum Glück hatten die Mädels mir Klamotten mitgebracht, denn ich hätte mich in meinem Bikini dann doch neben allen anderen etwas nackt gefühlt. Auch in Sri Lanka wird, wie in Südostasien, in voller Kleidungsmontur geschwommen. Das Wasser war so klar, dass man es trinken konnte. Und sich darin baden auch, dazu wurde Duschgel gereicht. Anmerkung zur praktischen Seite: Natürlich ist man so vor neugierigen Blicken geschützt, aber es wird einem auch viel schneller, trotz der Hitze, kalt.  weiterlesen

Gesetze

Deko eines Schulhofs. Eine häufige Aussage, die ich von Sri Lankern aus stolzem Munde hörte: “We are not proud.”

Tag zwei. Die Familie schien meine Anwesenheit zu beglücken. Zumindest nahm ich das an, denn sie luden mich für den nächsten Tag auf einen Ausflug ein. Sadana fragte, ob ich auch wirklich kommen würde. Klar, um das Land kennen zu lernen war ich ja da. Und außerdem hatte ich die Familie auch langsam aber sicher ins Herz geschlossen.

Ich sollte unten auf der Straße auf sie warten, und da sie so sehr auf mein tatsächliches Erscheinen bestanden hatten, bemühte ich mich, sehr pünktlich zu sein. Ich war sogar etwas zu früh. Nur sie kamen halt sri lankisch später. Unterdessen übernahmen meine Unterhaltung zwei Polizisten, die zufällig an der einsamen Kreuzung am Dschungelstraßenrand Verkehrskontrollen durchführten. Seit etwa drei Monaten, so habe ich mir sagen lassen, besteht in Sri Lanka Helmpflicht. weiterlesen