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Kolonialismus in Pariser Szene

In der Kunststadt Düsseldorf einsteigen, 3:47 Stunden später mitten in einer Top-Kulturmetropole aussteigen: Der unkomplizierteste Weg nach Paris ist meiner Erfahrung nach der Hochgeschwindigkeitszug Thalys. Das habe ich jahrelang so gehandhabt (vorausgesetzt, ich habe es geschafft, früh zu buchen und damit günstige Tickets erworben). Und deshalb bin ich auch gerne für kunstgeflüster mit dem Zug auf Pressereise gefahren. Der Anlass: Ab Dezember 2013 fährt er drei- statt bisher einmal täglich ab Essen über Düsseldorf, Köln und Aachen nach Brüssel und Paris. Außerdem erhalten die Inhaber des Zugtickets bis Januar 2014 Vergünstigungen für zwei Ausstellungen in der französischen Hauptstadt.
Dick-Bone_L’Homme-lézard_©ADCK-CCT_Anke-Ernst_musée-du-quai-Branly
Dick Bone: „L’Homme lézard“, 1992, Holz aus roter Eiche, Bambus, Lianen, Pigmente, 150 x 80 cm, ©ADCK-CCT, Foto: Anke Ernst [musée du quai Branly]
Der französische Forscher Louis Delaporte (1842-1925) malte als junger Mensch Landschaften und brachte als Erwachsener die Kunst der Khmer nach Europa. In der Ausstellung “Angkor – Geburt eines Mythos: Louis Delaporte und Kambodscha” (bis 13. Januar) porträtiert ihn das Musée Guimet mit nach ästhetischen und ethnologischen Gesichtspunkten ausgewählten Zeichnungen, Fotos, Originalskulpturen und Gipsnachbildungen der Kultstätte Angkor Wat. Mitunter sind die Nachbildungen übrigens besser erhalten als die Originale, sofern diese überhaupt noch existieren. Besonders gefreut habe ich mich über Arbeiten von Auguste Rodin
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