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Farbe selbstständig

Martial Raysse: "France Bleu", 1963, Siebdruck, 30,4 x 20,4 cm, Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Stiftung Sammlung Kemp, ©Martial Raysse / VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Foto Heinz Vontin
Martial Raysse: “France Bleu”, 1963, Siebdruck, 30,4 x 20,4 cm, Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Stiftung Sammlung Kemp, ©Martial Raysse / VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Foto Heinz Vontin

Ich bin kein Fan von Kunstwerken, die ausschließlich zwei Quadrate sowie dieselbe Anzahl an Farben enthalten, aber in Kombination mit figurativer Druckgrafik konnten sie mich überzeugen.

Der Kunstsammler Willi Kemp hat seine Sammlung von 1000 Blatt druckgrafischer Werke an das Museum Kunstpalast übergeben, welches aus diesem Anlass bis zum 27. Oktober eine Auswahl an 70 Arbeiten zeigt. Chronologisch beginnend mit Werner Heldts Berliner Häuser von 1949 (übrigens neben Hans Arps Coulisses de forêt von 1955 platziert) liegt der Schwerpunkt der Ausstellung auf den Werken nach dem Zweiten Weltkrieg, als sich die Farbe von der Form löste und quasi selbstständig machte.

Bis zum 4. August kann man den Ausstellungsbesuch perfekt mit der Retrospektive von Konrad Klapheck kombinieren. Hier geht’s zu meinem Porträt über ihn.