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Über die Kuh zur Dusche

Alternative zur Dusche - der Dschungelfluss bietet sich an.
Alternative zur Dusche – der Dschungelfluss bietet sich an.

Es hat etwas gedauert, denn so eine tolle Website wie die meine baut sich nicht von allein auf. Aber jetzt ist sie da und somit auch die Zeit und vor allem die Plattform, weiter vom wunderschönen Sri Lanka zu berichten! Hier waren wir stehen geblieben – und weiter geht’s…

Die Sri Lankische Ausflugsversion: Schwimmen im Dschungelfluss. Zum Glück hatten die Mädels mir Klamotten mitgebracht, denn ich hätte mich in meinem Bikini dann doch neben allen anderen etwas nackt gefühlt. Auch in Sri Lanka wird, wie in Südostasien, in voller Kleidungsmontur geschwommen. Das Wasser war so klar, dass man es trinken konnte. Und sich darin baden auch, dazu wurde Duschgel gereicht. Anmerkung zur praktischen Seite: Natürlich ist man so vor neugierigen Blicken geschützt, aber es wird einem auch viel schneller, trotz der Hitze, kalt. 

Das Aufwärmen übernahm das mitgebrachte Curry, bestehend aus Chili und noch was. Obwohl ich wieder mal für Gelächter sorgte, kann ich jedoch sagen, dass mir das mit den Händen essen immer besser gelingt. Auch ein paar Worte Singalesisch kann ich nun dank der unermüdlichen Geduld der jüngsten Schwester Bimsaraní sprechen. Das Mädel ist erst zwölf, aber ich würde sie umgehend dem nächsten Modelscout empfehlen. Außerdem spielt sie konstant Volleyball, ist total schlau, hilft ohne Anleitung im Haushalt mit und ist eines der liebenswürdigsten Mädchen, die ich je in meinem Leben getroffen habe.
Auf dem Weg zum Fluss attackierte uns eine Kuh. Hier Thahata (Vater), der seinen Sieg über sie feiert.
Auf dem Weg zum Fluss attackierte uns eine Kuh. Hier Thahata (Vater), der seinen Sieg über sie feiert.

Im Laufe des Tages formulierte die Familie gemeinschaftlich die logische Konsequenz aus den ganzen Annäherungsversuchen und lud mich zu sich nach Hause ein. Sozusagen mit Übernachtung, als richtiger Gast. Ich nahm gerne an. Niss nahm es nicht so gut auf, er berechnete mir komplett eine extra Nacht, weil ich zu spät ausgecheckt hatte (es war sowieso niemand da, der das Zimmer hätte haben wollen, aber irgendwann war ich das Diskutieren leid) und später erkannte ich, dass er mir einen megateuren “Zimmerservice” hinzuberechnet hatte, den ich jedoch nie in Anspruch genommen hatte. Eine typische Situation von “im Nachhinein ist man immer schlauer, hätte man doch da das und das gesagt”. Naja. Ich sah es von der positiven Seite und freute mich auf die Tage mit meiner neuen Sri Lankischen Familie.