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Schizo-Quito 2

(Fortsetzung von Schizo-Quito 1)

Nass im Estadio Olímpico Atahualpa

Regen gab es auch, erst beim Elfmeter in Form von Bier, danach  in der von fetten Tropfen, die nicht nur die Körper, sondern auch die Gemüter kühlten.

Einer der Jungs bot mir seine Regenjacke an und obwohl wir beide darunter gepasst hätten und ich ihm die Hälfte wiederholt anbot, blieb er lieber im Regen stehen. Ich stellte fest, dass die „cortesía latina“ mich immer wieder überrascht. Er präzisierte jedoch, es handele sich um die „cortesía ecuatoriana“. OK, sie ist vielleicht nicht ganz ökonomisch, aber wann hat man in Deutschland schonmal eine solche Konzentration an Gentlemen um sich. Eben. Gar nicht.

Die Stimmung war trotz der Gewalt durchgängig super: Man durfte „chucha“ (heißt in dem Zusammenhang sowas wie Weichei) brüllen, bis man heiser war (dank Tränengas gings noch schneller). Trommeln und Sänger ließen Cumbias und ähnliches erklingen – für Bewegung war also auch gesorgt.

Am Ende stand es übrigens harmonische 1:1. Genauso harmonisch wie das Ausströmen aus dem Stadion.

zu Pferd
zu Fuß
und vor Feierabend schnell noch was zu Essen gekauft