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Schizo-Quito 1

Gut, wenn man in dieser Ecke Weiß trägt!

Mein Frühstück bestand an diesem Tag, in genau der Reihenfolge, aus Bier, Tränengas und Zigaretten.

Ich hatte, freundschafts-, sitzplatz- und berufsbedingt, keine Wahl beim Unterstützen einer Mannschaft: Es spielte „meine“, die „Liga de Quito“ in Weiß, gegen den „Deportivo de Quito“ in Rotblau. Die letztgenannte Mannschaft hat angeblich hauptsächlich Taxifahrer als Fans (ich habe das nicht überprüft).

Ja, Quito gegen Quito, das war vielversprechend und es gab schon Prügeleien vor dem ersten Tor. In diesem Fall konnte ich die Solidarität, die wahrscheinlich eines der Hauptmerkmale von Mannschaftssport ist, durchaus nachvollziehen und war sehr froh, dass es sie auch unter den Fans gab. Sozusagen präventiv beschützend stürmten diese aufeinander zu, um die Schwächeren hinten (dazu zähle ich mich mal) zu schützen. Oder um einfach mal Aggressionen rauszulassen, wie man es sehen will.

Die Polizei tat das ihre und sprühte Tränengas. Gegen die Schleimhautreizung hilft, wie ich jetzt gelernt habe, Zigaretten zu rauchen. Merke: Tränengas lässt Nichtraucher cool aussehen, denn man muss nur DAVOR husten!

Bergfußball

Aber auch andere Unterhaltung gab es, meine eher passive denn aggressive Haltung musste ich dafür gar nicht aufgeben. Händler kamen zu uns und verkauften Bier und weitere Getränke, Kaugummis und Essen. Nur aufs Klo konnte niemand für mich gehen. Schade.

Wie in San Clemente waren Kinder immer dabei, ob als (nicht pöbelnde) Zuschauer oder (sehr erfolgreiche) Verkäufer. Die großen Kinder (Männer) machten sich in der Halbzeit einen Spaß daraus, die zu verschenkenden Fußbälle wieder aufs Spielfeld zu kicken.

Nächste Woche Donnerstag geht’s weiter!