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Maximal Minimalistisch

Wortakrobatik ist eine Form der Kommunikation, die nicht nur Aufschluss über den Sender gibt, sondern außerdem eine Wertsteigerung ihres Gegenstandes bewirken kann. Man denke nur an Aktien oder Kunst. In diesem konkreten Fall denke ich an die neueste Anschaffung der Kunstsammlung NRW, offiziell kommuniziert als „Agnes Martins minimalistisches Spätwerk Untitled #5“ aus dem Jahr 1998.

Dr. Marion Ackermann während der Vorstellung von Agnes Martins
Dr. Marion Ackermann während der Vorstellung von Agnes Martins

Meine eigene Überlegung dazu beginnt in den 1960ern, als amerikanische Künstler, vorwiegend aus den Metropolen New York und Los Angeles stammend, nach einem neuen avantgardistischen Stil suchten, fernab von europäischen Vorbildern, an denen sich noch der abstrakte Expressionismus orientiert hatte. Einem Stil, der sich vom Kunstbetrieb und etablierten Gestaltungsmitteln ablösen sollte. So kürten Künstler der Land Art die abgelegensten Naturlandschaften zu neuen Ausstellungsräumen, und Minimalisten ließen ihre Skulpturen industriell anfertigen, um dem künstlerischen Prozess die Bedeutung zu nehmen.

 

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