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Liebe Mitgereisten …

… die letzten Einträge schreibe ich Euch schon von Bonn aus. Nach einer langen Reise bin ich in der Heimat angekommen und fühle mich ganz komisch.

Vor drei Tagen war ich noch auf Koh Panghan in einem Strandbungalow.

Vor zwei Tagen bin ich mit Schiff und Bus nach Surat Thani gefahren und habe in einem Hostel dort eingecheckt. Die darauffolgende Nacht über habe ich kaum geschlafen, denn im Bett liegend fiel mir auf, dass ich die Fahrt zum Flughafen sehr knapp bemessen und darauf vertraut habe, dass die Thais mich morgens pünktlich abholen kommen. Ich habe keine Ahnung, wieso ich auf diese verrückte Idee gekommen bin. Aber es ist alles gut gegangen, ich habe meinen Flug nach Bangkok nicht verpasst. Der anschließende Flug war sehr interessant. Dank der nicht besonders vertrauenserweckenden Geräusche, die das Flugzeug so machte, konnte ich schonmal üben, wie sich komplettes Loslassen vor dem Tod so anfühlt. In Hongkong angekommen fuhr ich in die Stadt, holte Sachen ab, die ich zwei Monate lang im Hostel gelagert hatte, schaute mir nochmal die hammer Skyline an und suchte dann ein Café mit WiFi. Mangels Alternativen ging ich zu Burger King – für mich sehr untypisch – und bestellte ein Menue, das ich nicht aß, sondern mitnahm. Hauptsache Internet.

Vor einem Tag wachte ich morgens gerädert auf einer Flughafenbank auf und nahm meinem 13-Stunden-Flug nach London. Dort hatte ich Gelegenheit, während meines sechsstündigen Aufenthalts den schönen Londonder Vorort Hounslow zu besichtigen (ja, der Heathrow Express war mir zu teuer). Ich war völlig fasziniert von, naja, seinem europäischen Aussehen – nach der langen Zeit in Asien sehr willkommen. Ich sah eh nicht viel, denn meine Augen brannten und tränten dauernd vor Müdigkeit. Als ich auf meinem Flug nach Köln wartete aß ich dann auch endlich den Burgerkingburger. Eine Frau fragte mich, wo ich den herhätte, ihre Tochter wolle auch einen. Ich glaube, bei aller Tochterliebe war ihr Hongkong dann doch ein bisschen zu weit.

Ich bin nun in der Heimat angekommen und mein Nomadendasein ist (vorläufig) beendet.

Danke für die vier Monate, in denen Ihr mich begleitet habt. Ich hatte Euch gern mit in Gepäck, Gedanken und Herzen. Danke für Eure E-Mails und Kommentare, fürs Lesen, Mutmachen, Mitdenken, Helfen, Interessieren.

Take care, sweet as, no worries, chook di, ok kohn, com ong, cheers!

Eure Anke