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Tipps für den gesellschaftlichen Aufstieg

Das Wort „Tuktuk“ höre ich jede Minute geschätzte sechs Mal. Jeder der unzähligen, motivierten Fahrer bietet diese Fahrgelegenheit besonders gerne Touristen im Sekundentakt an. Als eines Tages dieses Wort eine Minute lang öfter als der Verkehrslärm in meine Ohren drang, verlor ich kurz meine Beherrschung. Da rief ich für die komplette Allgemeinheit mit ausladender Geste: „No Tuktuk!“
In die auftretende Stille fragte daraufhin ein schüchterner kleiner Kambodschaner:
„Moto?“
Ja, ich weiß. Sie wollen nur Arbeit.
Mélanie konnte es trotzdem nicht vermeiden, mir mit zusammengekniffenem Kiefer zuzumurmeln: „Eines Tages werde ich einen von ihnen töten.“

Diejenigen, die Krokodile züchten, sind – zumindest in Kambodscha – reiche Menschen. Nur fünf Zentimeter kurz und entsprechend günstig im Laden erhältlich sind die Archosaurier und wenn man sie großbekommt, kann man sie weiterverkaufen.
Liebe Shoppingtussis mit Vorliebe für Tierhaut, dies ist die moralische Erlösung: Mit Eurer Lebensphilosophie helft Ihr Kambodschanern beim Überleben. Ihr müsst beim Kauf nur drauf achten, wo das Material Eurer Handtasche herkommt.

Während der Halbzeit eines WM-Spiels organisierte eine bekannte Biermarke ein Trinkspiel. Die Aufgabe für die zwei Engländer und den Deutschen war einfach: Eine Flasche Bier exen ohne etwas zu verschütten.
Ihr dürft drei Mal raten, wer als erster fertig war. Richtig, die zwei Engländer, die das Bier wegkippten wie nichts. Während sie sich in ihrem offensichtlichen Sieg sonnten, trank der Deutsche immer noch langsam aber stetig sein Bier aus – und wurde zum Sieger gekürt. Er hatte eben nichts verschüttet.
Erinnerte mich ein bisschen an Aesops Fabel „Die Schildkröte und der Hase“. Aber die Freunde der Engländer brachten die Situation eigentlich auf den Punkt. Ich zitiere ihren enttäuschten Wortwechsel:
Engländer 1: „Germans can’t drink.“
Engländer 2: „But they know the rules.“

Übrigens, als ich grade gegoogelt habe, wie man „exen“ überhaupt schreibt, habe ich folgende Frage in einem Forum gefunden:

Hi, kann mir einer von euch sagen, wie man ein Bier (0.33l) schneller abexen kann. Manche können ja ihren Kehlkopf verschieben oder soetwas …

Ich kann mir nicht vorstellen, wieso man sowas wissen will, aber sollten meine Leser auch dazu gehören möchte ich Euch nicht die konkreteste Antwort vorenthalten. Schließlich soll mein Blog auch informativen Wert haben.

Riesen Schluck im Mund sammeln, das Glas erscheint halb leer. Durch die Nase einatmen, aber so, als ob du die Luft im behalten willst! Man zwingt sich so selber zum schlucken! Jetzt Mundinhalt runter, dabei muss der Nachschub schon wieder in den Mund laufen. Das Glas sieht leer aus, bevor das Bier die Kehle runter ist und wenn man dann noch elegant (= siegessicher) absetzt, erkennt das kein Arsch, bis das Bier echt verschwunden is!

Ich aber würde auf die gestellte Frage ähnlich antworten wie dieser Teilnehmer:

Ich schlage vor du schneidest Deinen Kopf ab und schüttest das Bier einfach direkt in den Hals.

Quelle: http://www.boardplanet.net/schneller-exen-t19882.html, Stand: 5. Juli 2010