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Tierische Überlebenstaktiken 1

Australien ist seit 45 Millionen Jahren vom Rest der Welt abgeschnitten, was bedeutet, dass sich nicht nur die Tierwelt völlig anders entwickelt hat.

Weiße Papageien am Strand.

Ich schreibe „nicht nur“, weil auch der Boden für unsere Verhältnisse „nicht ganz normal“ ist. Kurz gesagt, er hat sich im Gegensatz zu anderen Böden seit der Trennung von den restlichen Erdmassen mangels Vulkanen und anderer üblicher geographischer Vorgänge nicht mehr erneuert. Die Konsequenz: Erosion. Ayers Rock zum Beispiel war vor 350 Millionen Jahren der Gipfel der australischen Alpen. Deshalb ist auch der Boden nicht gerade fruchtbar und die Tiere entwickelten daraufhin kuriose Taktiken, um möglichst energiesparend zu überleben.

Punktertaube.

Das Känguruh, Wahrzeichentier Australiens. Seine Energiesparmaßnahme: Hüpfen ist die energiesparendste Fortbewegungsart in mittlerer Geschwindigkeit. Die inneren Organe hüpfen mit – und helfen den Lungen zu atmen. Genauer gesagt, die Brustmuskeln müssen für die Atmung nicht benutzt werden. Das heißt aber nicht, dass die Tiere nicht lustig aussehen. Übrigens knurren sie wie Hunde. Ich hatte ein bisschen Angst vor dem Hauptkänguruh, dass die anderen seiner Art und zu seinem Leidwesen auch mich immer weggescheucht hat. Die Hälfte meines Känguruhfutters landete deshalb leider im Gras.

Das böse Hauptkänguruh.

Ein weiteres nicht ganz so cleveres Tier: Der Koalabär. Ich war so begeistert, endlich mal einen live zu sehen, aber Nori meinte nur, dass sie langweilig seien. Urteilt selbst. Wie kleine Knubbel hängen sie in den Eukalyptusbäumen und schlafen bis zu 20 Stunden am Tag. Sie haben Schlitzaugen und weiches Krausefell.

Der Koala ist nicht schlau, denn 20% seiner Energie geht dabei drauf, seine einzige Nahrung, die giftigen Eukalyptusblätter zu entgiften. Da Frage ich mich, warum isst er nicht etwas anderes? Versteh einer die Natur. Koala heißt übrigens sowas ähnliches wie „trinkt kein Wasser“. Jedenfalls hat der Koala deshalb ein ganz kleines Gehirn.Viel Grips braucht er eh nicht: Natürliche Feinde hat er kaum, er sitzt nur auf dem Baum und bewegt sich ungefähr einen Meter in der Stunde (wenn überhaupt). Aber man, die Koalas sehen so unglaublich süß aus!

Koala zeigt den Stinkefinger, pfui!